FAQs

Wie setzt sich das #WirVsVirus Konsortium zusammen?

Das #WirVsVirus Konsortium setzt sich aus sieben non-profit Initiativen (Tech4Germany, Prototype Fund, ProjectTogether, Impact Hub Berlin, Initiative D21, SEND e.V., Code for Germany) zusammen, die am 16. März 2020 die Idee zum #WirVsVirus Hackathon hatten und danach das #WirVsVirus Umsetzungsprogramm initiiert haben. Zudem freuen sich die Initiator:innen über die Schirmherrschaft des Bundeskanzleramts sowie über Förder- und Umsetzungspartner:innen.

Wie ist das #WirVsVirus Konsortium finanziert?

Der #WirVsVirus Hackathon hat ehrenamtlich stattgefunden. Das #WirVsVirus Umsetzungsprogramm wird von Stiftungen, Unternehmen und durch Bundesgelder unterstützt (Förderpartner:innen). Nach Abschluss aller Vertragsverhandlungen wird ein Transparenzbericht veröffentlicht.

Was sind Förder- und Umsetzungspartner:innen?

Förderpartner:innen sind Partner:innen, die das #WirVsVirus Umsetzungsprogramm finanziell unterstützen. Die aktuellen Förderpartner:innen können auf der Landing Page in der Partnerleiste eingesehen werden.

Umsetzungspartner:innen sind Organisationen und Unternehmen, die mit eigenen Ressourcen das Umsetzungsprogramm unterstützen. 

Wie sind die privaten Förderer:innen involviert?

Die drei privaten Förderer:innen beteiligen sich finanziell in einer Gesamthöhe von insgesamt 500.000 €. Zudem stellen sie Expert:innen als Ansprechpartner für die Teams zur Verfügung, ebenso wie infrastrukturelle Angebote für das Umsetzungsprogramm. Verantwortlich für die Auswahl der Lösungen und die inhaltliche Gestaltung des Umsetzungsprogramms sind ausschließlich die Organisator:innen.

Welche Rolle übernimmt die Bundesregierung?

Die Bundesregierung war Schirmherr des #WirVsVirus Hackathons. Die Bundesregierung hat den Hackathon in die Ministerien getragen, sodass von den fast 2000 eingereichten Herausforderungen 200 Vorschläge aus Bundesministerien kamen. Beteiligte aus verschiedenen Ressorts haben darüber hinaus bei der Bewertung und Auswahl der während des Hackathon eingereichten 1.500 Projekte unterstützt.
Für das Umsetzungsprogramm hat das Bundeskanzleramt die Schirmherrschaft übernommen. Im Umsetzungsprogramm agieren fachliche Ansprechpartner aus den Ministerien als Pat:innen für einzelne Handlungsfelder und unterstützen die Teams inhaltlich. Das Bundeskanzleramt unterstützt das Umsetzungsprogramm mit einem fünfstelligen Betrag. Des Weiteren übernimmt das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Finanzierung für die Entwicklung von ein Viertel der Projekten des Solution Enablers. In weiteren Bundesministerien wird geprüft, inwiefern eine finanzielle Beteiligung möglich ist.

Wie sieht es mit der finanziellen Beteiligung des Bundes aus?

Das Bundeskanzleramt unterstützt das Umsetzungsprogramm bereits mit einem fünfstelligen Betrag. Des Weiteren übernimmt das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Finanzierung für die Entwicklung von ein Viertel der Projekte des Solution Enablers mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1.600.000€. Zudem finden derzeit Gespräche mit weiteren Bundesministerien statt.

Woran liegt es, dass nicht direkt mit Start des Umsetzungsprogramms finanzielle Bundesmittel feststanden?

Die Idee zum Umsetzungsprogramm ist zeitgleich mit der Idee zum Hackathon, also am 16. März 2020 entstanden. Im Bundeshaushalt für 2020, der bereits vergangenen November verabschiedet wurde, sind deshalb keine Mittel zur Finanzierung des Programms vorgesehen. Rechtliche und organisatorische Möglichkeiten für eine unterjährige Finanzierung derzeit in mehreren Ressorts in Prüfung. Die Finanzierung des BMBFs nach nur zwei Wochen zeigt daher umso mehr einen vorhandenen politischen Willen, die Projekte des #WirVsVirus Umsetzungsprogramms finanziell zu unterstützen.

Wieso fördert das BMBF nur ein Viertel der Projekte und was waren hierfür die Kriterien?

Die BMBF Förderung wurde durch den Prototype Fund ermöglicht, der bereits eine langjährige Förderstruktur mit dem BMBF hat. Entsprechend gelten, neben der Zuständigkeit des BMBF, die Prototype Förderkriterien auch für die Projekte, die für die #WirVsVirus Förderung vorgesehen sind.

Benötigt der Solution Builder noch einmal zusätzliche Mittel?

Die Fördergelder fließen in das gesamte #WirVsVirus Umsetzungsprogramm, sodass aus den derzeit vorhandenen Mitteln bereits Gelder für den Solution Builder vorgesehen sind. Die Basisfinanzierung sowohl des Solution Enablers als auch des Solution Builders ist aus den privaten Fördergeldern weitgehend gesichert. Mit weiteren Förderern aus Privatwirtschaft und Bund finden derzeit Gespräche statt.

Kommen die Fördergelder komplett bei den Teams an?

Das durch die privatwirtschaftlichen Förderer bereitgestellte Budget dient als Anschubfinanzierung für das operative Fundament des Umsetzungsprogramms. Mit diesem stellen die sieben Initiatoren sicher, in den kommenden sechs Monaten genügend personelle Ressourcen zur Verfügung stellen zu können, um 130 Teams mit über 500 Teammitgliedern adäquat zu betreuen und eine schnelle Validierung und Implementierung der Lösungen zu erreichen. Die Pilotierungsfinanzierung (Lebenshaltungskosten und Pilotierungskosten) für die Teams werden größtenteils aus Bundesgeldern kommen. Diese benötigen eine längere Prüfung, um Mittel auszuschütten. Die Gesamtsumme für Pilotierungsfinanzierung der konkreten Projekte wird die Finanzierung für den operativen Unterbau bei weitem übersteigen (Verhältnis circa 4:1)

Von den mehr als 400 Initiativen wurden 130 Lösungen ausgewählt und in 12 Handlungsfelder unterteilt. Innerhalb dieser Handlungsfelder finden sich oft ähnliche Projekte. Inwiefern sind die Projekte, die sich inhaltlich überschneiden, dazu angehalten, am Ende eine gemeinsame Lösung zu entwickeln?

Die Zusammenführung von Teams mit ähnlichen Lösungen ist ein Kernaspekt des Solution Enablers. Die 130 Teams arbeiten in ihren Handlungsfeldern eng zusammen, sodass Teams mit ähnlichen Ansätzen sich direkt austauschen, von- und miteinander lernen und bestenfalls Synergien nutzen. Ziel ist es, bisher parallele Entwicklungen zusammen zu führen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. In vielen Fällen haben sich Projekte bereits zusammengeschlossen oder arbeiten eng zusammen, beispielsweise wir-bleiben-liqui und Einfach Antrag.

Welchen rechtlichen Rahmen hat das Konsortium?

Das Initiatoren des #WirVsVirus Konsortiums stehen in keinem rechtlichen Zusammenhang zueinander. Jede Organisation arbeitet in ihrem rechtlichen Rahmen.

Wieso habt ihr noch an keinem anderen Hackathon als Organisator:innen teilgenommen?

In den Wochen nach dem #WirVsVirus Hackathon haben zahlreiche andere Hackathons weltweit stattgefunden. Wir als Organisator:innen haben bei der Planung einiger Hackathons unsere Erfahrungen geteilt und standen für Feedback zu Gestaltung und Prozess zur Verfügung und begrüßen das weltweite Engagement. Darüber hinaus haben wir uns darauf fokussiert, die vorhandenen knappen Kapazitäten in unseren Organisationen für das #WirVsVirus Umsetzungsprogramm zu nutzen, um den 130 Teams und der #WirVsVirus Community bestmöglich unterstützend zur Seite zu stehen. Die Situation durch Covid-19 ist ernst und die zivilgesellschaftliche Bereitschaft während des Hackathons enorm. Deshalb sehen wir es als unsere Verpflichtung an, die beim Hackathon entstandenen Ideen schnellstmöglich für eine breite Menge an Bürger:innen verfügbar zu machen. 

Wie wurden die 130 Projekte des Solution Enablers ausgewählt?

Die 130 Projekte des Solution Enablers setzen sich aus #WirVsVirus Hackathon Projekten und Projekten, die parallel zum Hackathon entstanden sind, zusammen. Die Top 20 Projekte des Hackathons haben eine direkte Einladung zum Solution Enabler Programm erhalten, den alle Projekte angenommen haben. Des Weiteren konnten sich nochmals Projekte aus dem Hackathon bewerben. Damit haben wir den Teams eine Chance geboten, die nach dem Hackathon weitergearbeitet haben. Zudem war die Bewerbung für Projekte offen, die parallel zum Hackathon in der Zivilbevölkerung entstanden sind. Der Auswahlprozess wurde durch eine unabhängige Jury durchgeführt.

Im Zuge des Hackathons und Förderprogramms wurde Kritik zur mangelnden Diversität in der Gruppe der Organisator:innen und in der ersten Auswahljury geäußert. Wie geht ihr damit um?

Bereits während des Jury Auswahlprozesses gab es die berechtigte Kritik, dass die Jury, die die Projekte für die Top20 ausgewählt hat, aus lediglich weißen Mitgliedern bestand. Wir als #WirVsVirus Organisationsteam haben hier Stellung zu der Kritik und zu unserem weiteren Vorgehen bezogen.

Wie wurden die Projekte für den Solution Builder ausgewählt?

In einem umfassenden Screening inklusive Marktanalyse wurden die bestehenden Projekte des Solution Enablers bewertet. Auf Basis des Screenings wurde entschieden, welche Projekte am relevantesten sind und damit einer Fast-Track Umsetzung bedürfen. 

Wie lange läuft Umsetzungsprogramm?

Der Solution Enabler läuft bis Oktober 2020. Der Solution Builder und das Community Management laufen bis circa Juni 2020.

Warum werden keine bestehenden Unternehmen unterstützt?

Warum werden keine bestehenden Unternehmen unterstützt?
A: Wir als Konsortiums sind größtenteils gemeinnützig organisiert und dürfen daher keine Wirtschaftsförderung betreiben. Mit unseren Programmen befähigen wir Einzelpersonen, sich wirkungsvoll für die Gesellschaft zu engagieren. Zudem ist die Situation sehr ernst, weshalb Teams in der Lage sein müssen, schnell auf Feedback zu reagieren und sich auf die verändernde Situation anzupassen. Dies gelingt am besten, wenn Teams intendieren, die maximale Wirkung durch ihr Projekt zu erreichen und keine darüber liegenden Interessen, wie z.B. Absicht auf Gewinnerzielung, zu verfolgen. Nichtsdestotrotz haben Unternehmen als Umsetzungspartner eine wichtige Rolle – neue Lösungen sollen an bestehenden Lösungen aktiv andocken.

Dauert die Umsetzung der Lösungen nicht zu lange?

Die Umsetzung der Lösungen muss so schnell wie möglich passieren, gleichzeitig gilt es, eine Integration in bestehende Infrastruktur und mögliche Weiterführung im Betrieb sowie Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben trotz der gebotenen Dringlichkeit adäquat zu berücksichtigen. Um die Lösungen aus dem Hackathon ohne Verzug weiterzuführen haben wir nur 1,5 Wochen nach dem Hackathon das #WirVsVirus Umsetzungsprorgamm gestartet. Der Solution Enabler ist auf sechs Monate angelegt, wohingegen wir die Projekte schneller in die Umsetzung bringen wollen. Der Solution Builder, das Fast Track Programm, startet Anfang Mai und bringt die 10 drängendsten Projekte innerhalb von 3 Monate in die Umsetzung.

Ich würde gerne selbst einen Hackathon organisieren. Könnt ihr mir helfen?

Wir haben unsere Learnings in dem #WirVsVirus Hackathon Handbook festgehalten. Bitte schau erst einmal hier herein.